Kreatin und die ewige Diskussion um Doping

Nahezu bei jeden Olympischen Spielen rückt das Thema Doping wieder in den Fokus der öffentlichen Diskussionen. Das Jahr 2012, wo die Athleten ins britische London reisen dürfen, stellt dabei keinesfalls eine Ausnahme da. Neben EPO und Co. wird auch immer wieder die organische Säure Kreatin zum Stoff für Kritik und das ganz nebenbei auch im Laienbereich, also jenem, in dem es nicht einmal um Gold, Silber und Bronze geht. Führende Sportmediziner positionieren Kreatin mit Vitaminen auf eine identische Stufe und sind der Meinung, dass man im Falle eines Verbots von Kreatin auch gleich das Vitamin B auf die Liste der verbotenen Supplemente schreiben könne. Wenngleich der Zusammenhang ein wenig aus der Luft gegriffen ist, muss erkannt werden, dass Kreatin eine vollständig biologische Verbindung ist und aus Glycin, Arginin und Methionin zusammengesetzt wird. Täglich synthetisiert der menschliche Organismus Kreatin und stellt damit Energie für die Muskelzellen zur Verfügung.

Der große Angriffspunkt ist in dem Sinne auch nicht Kreatin selbst, sondern die hohe Zusatzeinnahme vieler Sportler. Nahezu 80 Prozent der Schnellkraft- und Kraftsportler im Leistungsbereich bekennen sich zur Supplementierung mit Kreatin. Neben Fisch und Fleisch, in denen sich Kreatin befindet, greifen sie zum Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pillen oder Pulver. Um einen Effekt zu erreichen muss dies teilweise in großen Mengen passieren. Da nicht alle Kreatinprodukte hochwertig sind, können gelegentlich Nebenwirkungen wie Magenprobleme entstehen. Der zusätzliche Nutzen und die verbesserte Leistungsfähigkeit haben somit auch seinen Preis. Nichtsdestotrotz kann bei Beachtung einer dosierten Einnahme Kreatin das intensive Training positiv unterstützen, weshalb es insbesondere für Leistungssportler  in Frage kommt.

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